Sollte man einmal mitgefahren sein – Touristenzug in Curitiba Parana

Wenn du nach Brasilien kommst und Curitiba besuchst oder in der Nähe bist solltest du einmal mitfahren.

Bereits aus Deutschland solltest du ein Anmeldung vornehmen, denn der Zouristenzug ist schnell ausgebucht. Der international meistbesuchte Zug in Brasilien.

In den neun Jahren Paraná hätte ich x mal diese Fahrt machen können. Ich machte die Fahrt nur einmal und zur richtigen Jahreszeit, in der Zeit wo cie Natur blüht. 2001 kam ich nach Curitiba, ab 2002 dann in Palmeira was keine Entfernung darstellte. Eine Stunde Fahrzeit und man war in Curitiba.  Ich hatte Freunde dort im Atlantik Dschungel (Serra-do-Mar) welche ein grosses Areal bewohnten.

Ein Teil der historischen Eisenbahn steht heute im alten Bahnhof – umgebaut zu einem grossen Einkaufscenter. Vom Restaurant wo man sein Warsteiner oder Paulaner Dunkel trinkt hat man die historische Bahn vor Augen. Am besten ist, man setzt sich im Restaurant auf den Balkon. Tolle Aussicht vom Restaurant aus im Inneren des alten Bahnhofs. Heute Einkaufscenter mit unzähligen Geschäften. „Tolles Erlebnis“ von einer stupido Amiga aus dem Nordosten Brasil hatte ich dort – dazu später mehr. 

 Wenigstens ein halbes Jahr vor Antritt der Fahrt musst du dich anmelden. Touristen, Reisegruppen aus aller Welt kommen und wie es eben so ist  – wer zuerst kommt malt zuerst. 

Bis Morretes lohnt sich eine Fahrt garantiert. Morretes – Ich weiss nicht mehr genau ob es zwei Stunden Pause gewesen sind. Auf alle Fälle hat man Zeit zum essen. Vom Bahnhof aus geht man rechts ab in den Ort. Am Fluss ist dieses Restaurant!  Auf der anderen Seite befinden sich kleine Souvenierstände.  Zurück zum Bahnhof  und die Rückfahrt antreten. 

Kleiner Hinweis, sitze auf der linken Seite im Waggon. Rückfahrt rechte Seite sitzen! Wärend der Fahrt ist es verboten draussen auf der Plattform zu stehen. In jeden Waggon befindet sich ein Reisebegleiter der darauf achtet. Wären der Fahrt bekommt man einen kleinen Imbiss. Es kommt wären der Fahrt eine Stelle wo dann diese Imbissbeutel fliegen. Kinder stehen dort an der Strecke, diese bekommen dann den Imbiss. Eigentlich und gerade zur Blütezeit geht die Fahrt viel zu schnell zuende. Ab Morretes wird es dann flach, es geht zum grossen Hafen Paranagua. Umschlagplatz für Soja nach USA und Europa. Den Teil sah ich mir einmal zu einer anderen Zeit an, kurzer Abstecher mit dem Auto.  

Die neun Jahre Paraná waren für mich die beste Zeit in Brasilien.

 

 

        

Bis hier her  lohnt sich die Fahrt immer – dort im Restaurant essen – gehst du über die Brücke dort rechts, findest du kleine Stande welche Touristen schnick Schnack verkaufen – eine Stunde hast du Zeit dann kommt der Zug zurück nach Curitiba

Aufregend ist die Bahnfahrt von Curitiba durch den Atlantic Dschungel zu den historischen Städten Morretes und Paranaguá. Diese Eisenbahnstrecke zählt 13 durch felsige Berge geschlagene Tunnel und 41 Eisenbrücken und Viadukte. Sie gilt seit 1880 als eines der imponentesten Bauwerke der Welt, wenn man bedenkt, mit welchen Schwierigkeiten sie damals gebaut worden ist. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind hier der Tunnel Roça Nova, der Wasserfall Véu de Noiva, die do Diabo, die Kapelle Nossa Senhora do Cadeado, die São-João-Brücke, der Marumbi-Gipfel und der Carvalho-Viadukt. Auf dem man das Gefühl hat, frei in der Luft zu schweben, während man eine Kurve von 90° dreht und in einen tiefen Abgrund herunterblicken kann. Das sind die Wege der Serra-do-Mar, Wege der Vergangenheit, die aber heute noch schwindelerregende Gefühle auslösen können.

Als die Weissen ankamen, so um 1578, hatte das Land also schon einen Namen und Eigentümer. Die Carijós-Indianer, vielzählig aber friedlich, verliessen langsam das Gelände, dass die Weissen landen konnte. Das war zu einer Zeit, als der König Dom Sebastião in einem Scherter Meer in der beruemten Schlacht von Alcácer-Ouibir unterging. Portugal und seine Kolonien gingen an die Spanier und Pernaguá erscheint auf den Landkarten als Baia de la Corona de Castilha. Ein verlorener Ort zwischen Rio de Janeiro und Rio da Prata.
Es sterben die Könige Felipe aus Spanien und die Portugiesen bekommen wieder die Herrschaft. Und um 1648 fallen die Goldgräber in die Bucht ein, um dem Kónig Dom João IV. seine Schatzkammer zu füllen.
Die Bevölkerung wächst , der Ort wird zur Gemeinde und bekommt einen Strafpfahl und einen Notar. Der Ort wird zur Stadt erhoben und seine Bauten strecken sich am Ufer der Rio Iterere entlang. Es entsteht die Legende und die Geschichte als Kinderbett der Zivilisation von Paraná. Wenn Du das erste mal nach Paranaguá kommst, siehst Du hier und dort Zeugen dieser Sage. Du siehst die Insel Cotinga, die Festung der Honiginsel(Ilha do Mel), das Colegio dos Jesuitas, die Kathedrale, die Ouelle, wo, lange vor den Weisen, die Carijós-Indianer schon ihren Durst stillten. Und Du siehst noch viel mehr, den Fluss, das Meer in verschiedenen Schattierungen, Bäume, Kirchen, Museum, Gebäude und Monumente. Mit ein bisschen Glück kannst Du sogar einen Fandango tanzen, und von dem Barreado oder dem Fisch Pirão, Juwelen der lokalen Küche, kosten. Das beste aber ist ohne Ziel umherzulaufen, Schritt für Schritt. Tausend Überraschungen erwarten den Besucher. Immerhin sind es schon 400 Jahre, dass Paranaguá sich schmückt um Dich zu empfangen.


Die Strecke Paranaguá – Curitiba

Die Spazierfahrt oder der Eisenbahn-Traum
Bei jeder Brücke, am Viadukt, als wenn man „durch den Himmel fährt“, nach jedem Tunnel, wenn sich uns eine neue Landschaft eröffnet. Im Laufe dieser unvergeßlicher Spazierfahrt ist das Beste was man machen kann: alle Eindrücke wie ein Schwamm aufnehmen und die Fahrt ganz entspannt genießen! Die Kaiserliche Eisenbahn, die seit 1880 mit ihren 110 landschaftlich reizvollen Kilometern Curitiba mit Paranaguá verbindet, verewigt seit dieser Zeit die Einmaligkeit, wie man die herrliche Landschaft mit der Herausforderung eines technischen Projektes harmonisch verbinden kann

TECHNISCHE DATEN

Auch wenn die offizielle Grundsteinlegung der Eisenbahnstrecke Paranaguá – Curitiba , am Ort wo heute der Kilometerstein 0 der Strecke in Paranaguá ist , am 5. Juni 1880 erfolgte, hatten die Arbeiten schon im Februar desselben Jahres begonnen. Der Bau, der weniger als 5 Jahre dauerte und der unter Leitung der Ingenieure Antonio Ferrucci und João Teixeira Soares erfolgte, richtete sich nach den Plänen von Antonio Rebouças Filho. Dieser hatte den Streckenverlauf entlang den natürlichen Vorgaben durch das Gebirge entworfen.

Bei einer Länge von 110 Kilometer weist die Strecke insgesamt 420 Bauwerke auf, mit heute 13 Tunnels (am Anfang waren es 14), 30 Brücken und verschiedenen Viadukten. Unter diesen sind die herausragenste die Brücke des Heiligen Johannes, mit einer Höhe von 55 Meter, und der Carvalho- Viadukt. Dieses kommt gleich nach dem Rochedo Tunnel und ist direkt am Abhang der Felsen auf 5 Pfeiler gesetzt, sodaß der Reisende den Eindruck erhält, daß er in der Luft schwebt.

Der höchste Punkt der Strecke ist am Eingang des Tunnels Roça Nova, wo 995 Meter über dem Meeresspiegel erreicht werden. Der niedrigste Punkt liegt an der Station Porto D. Pedro II in Paranaguá mit 4,66 m.
Von der Station Marumbi an verläuft die Strecke entlang dem Marumbi-Berg (1.539 m hoch) und dem Berg Leão, (mit 1 564 Meter), die den Absatz zwischen der Küste von Paraná und dem Hochland Plateau bilden, auf dem auch Curitiba auf ca. 900 Meter Höhe liegt.

GESCHICHTE DER EISENBAHN
Dezember 1870:
Antonio Pereira Rebouças Filho, Francisco Antônio Monteiro Tourinho und Mauricio Schwartz formulieren das Gesuch für die Genehmigung einer Eisenbahnstrecke zwischen Antonina und Curitiba über Moretes.
10. Januar 1871:
Durch das Kaiserliche Gesetz Nr. 4.674 wird das Privileg vergeben, die damals so benannte Estrada de Ferro Dona Isabel zu bauen.
26. März 1872:
Das Gesetz der Landesregierung Nr. 304 erteilt den Ingenieuren Pedro Aloys Scherer , Jose Gonçalves Pêcego Júnior und Jose Maria da Silva Lemos die Genehmigung für den Bau einer Eisenbahnstrecke zwischen Paranagua und Morretes, die sich mit der Estrada de Ferro Dona Isabel verbinden würde.
Januar 1873:
Antonio Pereira Rebouças Filho überreicht dem Governeur der Provinz Paraná den Plan für die damalige Estrada de Ferro Dona Isabel.
1. Mai 1875:
Das Kaiserliche Gesetz Nr. 5.912 bestimmt den Hafen D. Pedro II in Paranagua als Ausgangs Punkt der Eisenbahn.
12. August 1879:
Durch das Kaiserliche Gesetz Nr. 7420 werden die gesamten Rechte der Eisenbahnstrecke auf die Compagnie Génerale de Chemins de Fer Brésiliens übertragen.
Februar 1880:
Baubeginn an der Estrada de Ferro.
5. Juni 1880:
Grundsteinlegung in Paranagua durch D. Pedro II
l7. November 1883:
Einweihung des normalen Betriebes der Strecke Paranaguá – Morretes.
2. Februar 1885:
Einweihungsfahrt auf der Strecke Paranaguá-Curitiba.
5. Februar 1885:
Beginn des normalen Betriebes auf der Strecke Paranaguá- Curitiba